Digitale Freiheit

Warum sind virtuelle Texte, Audio- und Videowiedergaben genauso wichtig wie reale Gespräche, Bücher oder Podiumauftritte? Damit wir das verstehen können muss man sich mit der Entwicklung dieser Technik auseinandersetzen. Mit diesem neuen Weg Wissen zu teilen, werden die Menschen eine neue Zukunft der Informationsbeschaffung prägen. Die Größe dieser neuen Technologie kann man mit der Erfindung des Rades gleich setzen, nur dass diese erst am Anfang steht.

Die Entstehung

Die Entwicklung des Internet diente vorallem einem Zweck: Zur Vernetzung von Computern & einem schnellen Informationsaustausch. Dies begann alles schon 1957 in den USA als Vorläufer und nannte sich Arpanet (Advanced Research Projects Agency Network).  Doch die immer schnellere Verbeitung brachte Risiken mit sich, denn über dieses Netzwerk sollten von Anfang an auch hoch brisante militärisch wichtige und strategische Informarionen versandt werden. Da man schon im zweiten Weltkrieg bemerkte wie wichtig ein schneller Datenaustausch der einzelnen Kampforte ist. Solche Informationen sind bis heute entscheident, ob sich das Blatt zum Guten oder zum Schlechten wenden soll. Je schneller die Angriffsaktionen starten können, desto weniger kann sich der Gegner drauf vorbereiten und genauso umgekehrt die Verteidigung. Nur so können Strategische Punkte gehalten, verteidigt oder erobert werden. Ohne Informationen und Statusmeldungen ist man blind & hat schon so gut wie verloren. Aus dem Grund der Sicherheit wurden die militärischen Daten von Arpanet in ein eigens dafür vorgesehenes Netzwerk namens MILNET ausgelagert. Das alte Netz wurde dann für den wissenschaftlichen Austausch verschiedener Universitäten weiter genutzt. Zu Beginn waren nur zwei Standorte miteinander verbunden. Doch die raschen Erfolge und die schnelle Entwicklung durch hochrangige Wissenschaftler aus staatlich finanzierten Mitteln machte es möglich immer mehr Unis miteinander zu vernetzen.

Die Entwicklung des @ Zeichen war der nächste Schritt zum Austausch von Informationen. Hier stand der direkte „persöhnliche“ Austausch im Vordergrund. Viele Leute konnten an einen Empfänger Inhalte übersenden, wenn Sie dessen Adresse kannten, so wie bei einem Briefkasten. Doch als Briefversender musste man die Strasse, Postleitzahl, Name und Ort kennen. Es gab keine Möglichkeit wie bei einem Verein, einem schwarzen Brett oder einer Zeitung vielen Menschen gleichzetig zu erreichen.

Die Popularität stieg weiter an als Tim Bernes Lee die Entwicklung der Webseiten (world wide web) in den Jahren 1989 – 1994 vorantrieb. Das Team aus Wissenschaftlern ermöglichte es Informationen verschieden darzustellen und auch kleine Entwickler konnten selbst eigene Seiten entwerfen und veröffentlichen. So konnten dann eben nicht nur empfangenen Texte von einzelne Personen angezeigt werden. Jetzt konnte jeder mit einem PC, einem Router und einem Internetzugang Informationen von einer veröffentlichten Webseite besuchen, was das Tor zu unabhängigen Informationen weltweit eröffnete. Ab diesem Zeitpunkt wurden immer mehr Funktionen hinzu entwicklelt. So konnten man durch Verlinkungen neue Seiten öffnen und andere Texte finden. Hier kann man sich die erste Webseite nochmal anschauen http://info.cern.ch/

Je mehr Mensche Zugang zu diesem System bekamen, desto mehr Ideen und Funktionen wurde eingebracht oder verbessert. So war es später möglich Bilder und Audiodateien anzeigen und abspielen zu können. Durch immer schneller Datenleitungen war es dann auch gelungen Videos abzuspielen. Anfangs hätte man nie gedacht soweit zu gelangen, als man noch riesige Datenbänder für wenige Bits & Byts brauchte.

Durch die dezentrale Struktur & die selbst verwaltbaren Webseiten, kam ein neues Informationsmodell in die Gesellschaft. Mit der Freiheit, dass jeder Mensch eine eigene Webseite betreiben kann, jeder Mensch auf alle Webseiten zugreifen kann und jeder Mensch dass sehen kann was er möchte. Nun ist es möglich die Rechte aller Menschen nicht nur REAL, sondern auch DIGITAL und sogar WELTWEIT zu schützen. Nur ein freie Gesellschaft kann sich gegen die Schatten der heutigen Welt stellen. Sollte ein Land gegen all das sein, so können die Bürger trotzdem eine freie Gesellschaft bilden und dagegen angehen.

Die Gleichschaltung des Internet

Heute im Jahr 2016 ist vieles neu, größer, schöner und komplexer aufgebaut als vor 30 Jahren, doch von der Idee ist alles gleich geblieben. Der Datenaustausch ist bis heute dezentral, was das abschalten der kompletten Struktur unmöglich macht. Allerding mischen sich heute wieder mehr Interessen ein als je zuvor. Durch „Fake-News“ und „Hate-Postings“ versucht man einen Vorwand zu kreieren, um privatisierte oder auch staatliche Meldestellen zu beauftragen, die Meinungen der Menschen zu kontrollieren und zu verbergen. Natürlich versteht oder sieht nicht jeder die Gefahr hinter einer solchen langsamen versteckten Zensur des Internets, dies liegt einfach daran, weil die Menschen es nicht kennen und auf ein demokratisches System vertrauen. Doch dieses Vertrauen wird von den Regierenden missbraucht, da diese auch nicht so frei sind, wie jeder denkt. An der Macht zu bleiben wird wichtiger als alles andere.

So werden einzelne Extremfälle genutzt um ein gigantisches Zenurnetzwerk zu erstellen. In dieses fallen Anfangs nur diese Spezialfälle wovon es nur sehr wenige im Vergleich zur Gesamtbevölkerung gibt.  Doch früher oder später werden Gesetze so geändert, dass jeder der abweichende oder komplett andere Meinungen vertritt, aus diesem System aussortiert und zum Schweigen gebracht wird. Die Zeitungen und das Fernsehen berichten seit jeher mehr oder weniger verschlossen und ist schon lange nicht mehr die vierte Gewalt, wie man sie gerne nannte. Natürlich sitzt hinter einem Sportreporter kein Regierungsbeamter und zenziert den Bericht. Nein, dass ist in solchen Themen nicht notwendig. Erst in wirklich wichtigen Bereichen wird manipuliert ohne Ende. So gibt es Grundsätze die Mitarbeiter in Presseunternehemen neben ihrem Arbeitsvertrag mit eingehen, die sie verpflichten nur diese Werte zu vertreten oder andere Themen nicht anzusprechen. Nur wer sich daran hält kann am Ende seinen Job behalten und nur dessen Texte werden veröffentlicht. Es ist keine direkte Zensur, aber indirekt gibt man so die Freiheit & Pflicht der Gesellschaft ab.

Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzten, dass du es sagen darfst. Voltaire (1694-1778)

Große Themen der Gesellschaft verschweigt man einfach öfters. Es wird nur einseitig berichtet oder es werden Vermutungen als Wahrheit erklärt. Heute wird nicht neutral oder unabhängig veröffentlicht, wie es bei Journalismus seien sollte.

Aus diesem Grund ist es wichtiger als jemals zuvor, dass das Internet frei voller verschiedener Meinungen bleibt. Denn das Internet ist das einzigste Medium, welches wirklich frei bleiben kann und wird solange wir zusammen halten. Jeder kann hier mitbestimmen & mitwirken.

 

 

 

Wer ein lebendigen Beweis will:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-12/fake-news-strafen-gefaengnis-falschmeldungen-heiko-maas-martin-schulz

 

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